4 Monate waren wir schon auf Reisen und vier Monate waren wir zu zweit unterwegs und haben uns nach unseren Freunden gesehnt. Zum Glück hatte die Warterei ein Ende: Marnie kam uns in Thailand besuchen! 🙂
Wie so vieles auf der Reise bisher war auch das wieder eine Überraschung, weil wir vor ein paar Jahren schon einmal in Thailand gewesen sind und nicht unbedingt noch einmal hinwollten (obwohl es uns damals sehr gefallen hat). Aber wie schon bei den anderen Ländern, die wir jetzt besucht haben und vorher gar nicht auf dem Schirm hatten, haben wir uns schnell an den Gedanken gewöhnt und haben uns zusammen mit Marnie einen Reiseplan gemacht, um die Orte zu sehen, die wir damals nicht besuchen konnten. Die Planung ging total unkompliziert, zwischen WhatsApp Anrufen, geteilten Excel-Tabellen und vielen Nachrichten war es gar nicht schlimm, dass uns ein paar tausend Kilometer getrennt haben.
Zusammen haben wir dem großen Wiedersehen entgegengefiebert und es kam schneller als gedacht. Zur Überbrückung haben wir uns eine Wohnung in Bangkok gemietet, sodass Philipp und ich ein paar Erledigungen machen konnten, die schon länger auf der Strecke geblieben sind, wie z.B. ein paar Dinge einkaufen, zum Friseur gehen, die gesamte Wäsche einmal durchwaschen usw. Die touristischen Sachen haben wir dabei komplett gemieden, weil wir uns damals schon einiges in Bangkok angeschaut haben und nicht scharf drauf waren, uns noch einmal ins Gewusel zu stürzen. Nur einen Kochkurs haben wir gemacht, da die Thai Küche wahnsinnig lecker und immer frisch ist mit den verschiedenen Bratnudeln, Currys und Suppen. Wir haben also an einem Abend den Kochlöffel geschwungen und das erste Mal eine Currypaste selbst gemacht und damit ein leckeres 4-Gänge-Menü gezaubert.

Als wir mit Marnie endlich wieder vereint waren, haben wir noch 2 ruhige Tage in Bangkok verbracht und natürlich auf ihre Ankunft angestoßen auf der Khaosan Road.
Für uns ging es dann aber schnell in den Süden, wir sind nach Krabi geflogen um von dort mit dem Bus weiter in den Khao Sok Nationalpark zu fahren. Dort hatten wir ein schönes Hotel, das direkt an einem großen Felsen gebaut und total ruhig gelegen ist. Im offenen Restaurant haben wir mit unseren Kartenabenden angefangen, die dank Wizard auch leicht ausarten konnten. 🙂 Das Highlight im Park war auf jeden Fall die Bootsfahrt auf dem See – wir haben, weil wir recht spontan unterwegs waren, eine private Tour gebucht und wurden mit unserem eigenen Boot über den Ratchaprapha See gefahren. Die Felsen, die regelrecht aus dem Wasser schießen, boten einen unglaublichen Anblick und obwohl wir in der Regenzeit unterwegs waren, hatten wir wieder richtig Glück mit dem Wetter: Die Sonne schien, der Fahrtwind kühlte uns schön runter und wir konnten baden gehen im klaren Wasser. Auf der Rückfahrt hat unser Fahrer dann noch ganz stolz gesagt, dass er auch deutsche Lieder kennt – und hat dann Ballermann Hits losgelassen und so haben wir für den Rest der Fahrt die besten, schlechtesten Songs herausgesucht für ihn.







Weiter ging es für uns auf die Insel Kho Pha-ngan, wo wir ein kleines Resort nur für uns hatten und anderthalb ruhige Tage am Strand hatten. Dabei mussten wir leider lernen, dass wir uns auch bei bedecktem Himmel eincremen sollten, wenn wir 2 Stunden im Wasser verbringen wollen…. Das war für mich der zweite Sonnenbrand auf der Reise und beide kamen von solch bedeckten Tagen.


Nach Kho Pha-ngan sind wir weiter nach Kho Tao gefahren, wo wir damals auch schon waren und gerne noch einmal gekommen sind, weil wir unseren Tauchschein hier gemacht haben und die Korallen alle so schön waren. Zuerst mussten wir allerdings zur Thai Massage – eigentlich wollten wir uns jeden Tag die Füße massieren lassen, aber haben es bisher nur einmal in Bangkok gemacht. Dafür wurden uns die Füße gleich am Strand massiert und die schöne Aussicht hat uns fürs Warten entschädigt.
Am zweiten Tag haben wir dann also einen Schnorcheltrip gemacht, der uns einmal um die Insel geführt hat zu 5 verschiedenen Spots und wie schon damals waren überall viele Boote von Tauchschulen zu sehen. Die Korallen haben uns aber leider sehr enttäuscht und es ist wirklich erschreckend, wie sehr sich die Unterwasserwelt hier innerhalb von 4 Jahren verändert hat! Bei unserem ersten Besuch waren die Korallen so farbenfroh und es gab so viele bunte Fische, die wir vor allem beim Tauchen, aber selbst beim Schnorcheln auf der Insel gesehen haben. Dieses Mal waren viele Korallen tot, die übrigen waren eher blass und ich hatte auch das Gefühl, dass die Vielfalt an Fischen deutlich geringer war. Wir haben dennoch einen riiieeesigen Fischschwarm gesehen, der von weitem aussah wie ein großer Felsen. Hunderte, tausende Fische, die sich wie eins bewegt haben in einem großen Strudel – wirklich krass! Und zum Abschluss gab es noch das Highlight, auf das Marnie die ganze Zeit gewartet hat, wir haben in der Shark Bay eine große Schildkröte gesehen und sind ihr für eine kleine Weile gefolgt. Obwohl sie so groß war, hat sie sich unter Wasser flink und wendig bewegt, die nächsten Tage waren wir immer noch ganz hin und weg von ihrem Anblick.




