In der Atacama haben wir uns schon in die Farben und die wunderschönen Berge verliebt und damit ging es für uns auch gleich weiter. Mit dem Bus sind wir von Calama in der Atacama Wüste über die Grenze nach Bolivien gefahren zu unserem ersten Stopp in dem Land: Uyuni.
Wir mussten natürlich eine Tour machen durch die Salar de Uyuni, weil wir die Weiten der Salzwüste unbedingt mit eigenen Augen sehen wollten. In den drei Tagen, die wir dort unterwegs verbracht haben, ging es aber nicht nur in die Salzwüste, sondern auch in die umliegenden Berge, die mindestens genauso schön waren. Mit zwei Geländewagen waren wir unterwegs und sind ein paar hundert Kilometer durch die Salar und den Nationalpark gefahren.
Gestartet sind wir beim Eisenbahnfriedhof bei Uyuni, wo viele alte Eisenbahnwaggons und -Loks stehen und verrosten.


Danach ging es in die Salar und wir wurden geblendet vom Weiß des Salzes. Egal, wo wir hingeschaut haben, war es weiß. In der Ferne waren Berge zu sehen, am Rand der Salar haben sich dunkle Wolken gesammelt und es hat geblitzt, aber während wir dort waren, hatten wir perfekten Sonnenschein und ein paar Wolken, die über der Salzebene ganz wunderbar aussahen. Natürlich mussten wir hier auch ein paar Fotos machen und mit der Perspektive spielen, unser Guide Sexy hatte da ganz genaue Vorstellungen und hat uns mit großer Freude herumkommandiert. 🙂







Weiter ging es zur Isla Incahuasi, auf der jahrhundertealte Kakteen stehen, die gerade mal einen Zentimeter pro Jahr wachsen. Auf dem kleinen Rundgang über die Insel haben wir sehr viele gesehen, die mehrere Meter hoch und schön verzweigt sind. Sie sehen genauso aus, wie man sich große Wüstenkakteen vorstellt. Von der Spitze der Insel aus gab es einen wunderbaren Rundumblick auf die Salar und nur in der Ferne waren Berge zu erkennen, die aussahen, als würde sie schweben.
Vom Aussichtspunkt der Insel haben wir uns ein weiteres schönes Fotoplätzchen herausgesucht, wo die Salar von Wasser bedeckt war. Wir hatten nämlich Glück in der Regenzeit dort zu sein um beides zu sehen – die trockene und mit Wasser bedeckte Salar. Der Ausblick war noch viel cooler als die trockene Salar, da man jetzt gar nicht mehr richtig trennen konnte, wo der Boden endet und wo der Himmel anfängt.



Leider hatten wir danach etwas Pech mit dem Wetter, weil wir eigentlich noch einen schönen Ort für den Sonnenuntergang suchen wollten, aber es hat so sehr angefangen zu regnen, dass niemand mehr rauswollte. Und eine schöne Färbung zum Sonnenuntergang gab es natürlich auch nicht mehr. Es ging dann also auf direktem Wege in ein Salzhotel, in dem die Wände, die Betten, die Tische und einfach alles aus Salzblöcken gebaut wurde.

Der zweite Tag führte uns zu verschiedenen gefärbten Lagunen, in denen verschiedene Flamingoarten zu Hause sind. Wir haben gesehen, wie Quinoa wächst, haben ein riesiges Feld besucht, in dem 4.000 Jahre alte versteinerte Korallen auf 4.000m ü NN stehen und haben eine Pflanze gesehen, die mehrere tausend Jahre alt werden kann. Zwischendurch waren zwar auch ein paar längere Fahrtabschnitte dabei, aber die Aussichten waren einfach der Hammer – endlose Weiten, kaum Autos unterwegs und dann die hohen Berge ringsherum.









Die Salar befindet sich schon auf ca. 3.600m ü NN und am zweiten Tag der Reise sind wir immer zwischen 4.000 und 5.100m ü NN unterwegs gewesen. Auch wenn wir schon seit San Pedro ziemlich hoch waren und uns schon daran gewöhnen konnten, war der Unterschied zu 5.000m ü NN doch zu merken. Den Großteil der Zeit haben wir im Auto verbracht, aber sobald wir einen Stopp hatten und kurz zu Fuß unterwegs waren, wurden wir alle kurzatmig und es war wirklich anstrengend zu gehen. Übernachtet haben wir auf ungefähr 4.500m und einige konnten nicht richtig schlafen, einer musste sich nachts übergeben und ich habe Kopfschmerzen bekommen. Am nächsten Tag ging es aber zum Glück wieder runter, sodass unsere Körper sich wieder entspannen konnten.
Es gab noch ein paar wunderschöne Ausblicke auf die Weiten und die Berge und einen Stopp an einer natürlichen heißen Quelle.





Die Salar ist zwar die Hauptattraktion in der Region und auch am bekanntesten, aber die umliegende Landschaft ist ebenso schön in ihrer Weitläufigkeit und den kräftigen Farben. Ein paar Wochen haben wir ja nun schon in den Anden bzw. in deren Nähe verbracht und die Landschaften sind so vielfältig, aber alle sind atemberaubend schön.



