Das Leben pausieren

In den letzten Monaten und Jahren haben wir ordentlich Geld gespart um in unserem Weltreisejahr nicht zu arbeiten und die Zeit wirklich in vollen Zügen genießen zu können. Die Wohnung ist untervermietet und der größte Kostenfaktor in Deutschland ist damit geklärt, aber darüber hinaus gibt es noch so viel mehr zu beachten.

Für die Reise sind wir beide aus unseren Jobs ausgestiegen, da es bei beiden keine Möglichkeit gab ein 1-Jähriges Sabbatical innerhalb von 6-7 Monaten anzutreten. Je nachdem wie offen der Arbeitgeber dafür ist und wie man sich die eigene berufliche Zukunft nach der Reise vorstellt, lohnt sich der offene Austausch allerdings, sodass eine individuelle Lösung gefunden werden kann. Wir werden im nächsten Jahr nicht angestellt sein und daraus haben sich schon ein paar To Dos ergeben:

  • Wir mussten uns arbeitslos melden. Das ist relativ einfach: sobald wir gekündigt haben, mussten wir uns arbeitssuchend melden und den Zeitpunkt der Arbeitslosigkeit angeben und dann spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit müssen wir uns arbeitslos melden. Das noch vor Reiseantritt zu machen, hat den Vorteil, dass das Arbeitslosengeld, das wir nach der Reise bekommen, basierend auf unserem jetzigen Gehalt berechnet wird und die 3-monatige Sperrfrist, weil wir selbst gekündigt haben, während unserer Reise verstreicht. Vor unserer Abreise melden wir uns dann noch vom deutschen Arbeitsmarkt ab und müssen somit dem Amt nichts vorweisen während der Reise (und bekommen kein Arbeitslosengeld in der Zeit)
  • Damit kommt das nächste Thema auf – die Kranken- und Sozialversicherungen. Diese können wir während der Reise nicht selbst weiterzahlen, da das zu teuer wäre und sie werden logischerweise von keinem Arbeitgeber oder vom Arbeitsamt übernommen. Da wir aber sowieso eine Auslandskrankenversicherung benötigen, können wir uns mit Vorlage des Versicherungsnachweises problemlos von der gesetzlichen Krankenversicherung abmelden. Wir sind beide bei der Techniker Krankenkasse und die ist da sehr offen und kulant.
  • Für die Auslandskrankenversicherung haben wir uns für die Hansemerkur entschieden. Im Vorfeld haben wir viel recherchiert und verglichen, dabei haben wir noch andere gefunden, die ähnliche Versicherungsleistungen haben, aber preislich war die Hansemerkur zu dem Zeitpunkt noch etwas besser.

Ansonsten schauen wir gerade noch, dass wir die laufenden Kosten so gut wie möglich reduzieren. Das Auto ist verkauft und die Versicherung gekündigt, die GEZ abgemeldet, andere Verträge wie z.B. Internet, Handytarif, Abos usw. sind ebenfalls beendet. Alles, was wir hier in Deutschland so benötigt haben, ist damit on hold.

Das wirklich wichtige bleibt aber bestehen: Netflix und Spotify für die Unterhaltung zwischendurch. 🙂

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