Unsere kleine Japanrundreise

Von Tokyo ging es für uns mit dem Shinkansen nach Kyoto. Im Land der Technik mussten wir einfach mit dem Schnellzug fahren, der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 200 km/h fährt – die Bahnhofsaufenthalte mitgerechnet.

Auch hier waren wir wieder überrascht, wie gut alles durchdacht und geregelt ist. In den Bahnhöfen und in der Metro sind die Gleise durch Wände abgetrennt, zum Einsteigen und Warten auf den Zug gibt es Markierungen auf dem Boden, die eingehalten werden und niemand drängelt sich vor. Der Tokaido-Shinkansen nach Osaka wird in Tokyo eingesetzt und einmal komplett gereinigt und die Sitze werden mit ein paar einfachen Handgriffen in Fahrtrichtung gedreht.

Mit Kyoto sind wir erst langsam warm geworden, da wir nach dem tollen ersten Eindruck aus Tokyo etwas enttäuscht waren vom Eindruck rund um den Bahnhof. Die Stadt hat kaum Hochhäuser und ist gemütlicher, viele fahren hier mit dem Fahrrad und so haben wir die Stadt auch in unserem Tempo erkundet. Je mehr wir gesehen haben, desto schöner fanden wir Kyoto und im Gegensatz zu Tokyo hatten wir hier auch das Gefühl, dass die Japaner nicht nur arbeiten und im Business-Look herumlaufen, sondern den Feierabend z.B. am Fluss genießen können.

Am Fluss Kamo

Kyoto war lange Zeit Hauptstadt von Japan und hat deshalb deutlich mehr Kultur und Geschichte zu bieten als Tokyo. Überall gibt es kleine Gassen mit handwerklichen Geschäften, typisch japanischen Restaurants, in denen sogar noch Geishas arbeiten und die vielen Topfpflanzen vor den Türen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Außerdem gibt es eine Unmenge an Tempeln und Schreinen, sowie eine Burg und die alte kaiserliche Residenz.

Uns haben vor allem die Tempelanlagen gefallen, die in den Berg eingebettet sind, wie z.B. der Fushimi Inari-Taisha Schrein (oder auch Fuchsschrein) und der Kiyomizu-dera Tempel.

Zum Abschluss sind wir mit der (normalen) Bahn nach Osaka gefahren. Dort haben die Klimaanlagen Philipp endgültig krank bekommen, sodass wir die Tage ruhiger angegangen sind. Nach der recht langen Zeit im Gewusel der Großstädte hatten wir aber eine Pause auch dringend nötig und haben die Zeit im Park verbracht, in der Wohnung zum Auskurieren und haben kleine Entdeckungstouren durch die Stadt gemacht. Insgesamt hat uns Osaka allerdings weniger gefallen als die anderen beiden Städte, da uns hier der Charme etwas gefehlt hat.

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