Nachdem wir unseren kleinen Urlaub auf Tioman genossen haben und schön ausgeruht waren, ging es für uns weiter in den Jungle, genauer gesagt nach Taman Negara. Der Weg dorthin war wieder etwas beschwerlich, da es keine direkte Verbindung gab. Es ging also mit der Fähre aufs Festland, nach ein paar Stunden Aufenthalt in Mersing mit dem Bus nach Kuantan und nach einer Übernachtung weiter mit dem Bus nach Kuala Tahan.
In Kuantan hatten wir das zweite Mal auf unserer Reise Pech mit dem Hotel. Wir waren bis spätabends mit dem Bus unterwegs und das Hotel hat unsere Übernachtung um 22 Uhr storniert, der Mann an der Rezeption konnte allerdings kein Englisch, sodass eine Dame am Telefon uns in ein anderes Hotel verfrachtet hat. Nachdem das erste über die Maxim App bestellte Taxi uns nicht mitnehmen wollte, weil der Fahrer angerufen und gemerkt hat, dass wir nur Englisch verstehen, waren wir schon fast am verzweifeln. Es war immerhin fast Mitternacht, wir waren k.o. von der langen Reise an dem Tag und mussten am kommenden Tag auch früh weiter. Beim zweiten Versuch haben wir es doch geschafft und sind fix und fertig schlafen gegangen um am nächsten Tag wieder mit dem Bus weiterzufahren.
In der Zeit hat uns Maxim Taxi trotzdem wirklich sehr geholfen, weiter verbreitet ist jedoch Grab, welches wir nur nicht nehmen konnten, weil unsere Malaysische Nummer gesperrt war in der App. Wir haben allerdings festgestellt, dass Maxim etwas günstiger ist, es ist jedoch nicht in jedem Ort in Malaysia verfügbar.
Endlich in Kuala Tahan angekommen, wurden wir herzlich in unserem Hostel willkommen geheißen von Sinti. Sie hat sich auch gleich erkundigt, welche Pläne wir haben, was wir machen wollen und hat uns ein paar Tipps gegeben, was wir uns im Nationalpark anschauen können. Wir haben uns gleich wohl gefühlt! 🙂
Auf einer ersten Erkundungstour haben wir gleich den Eingang zum Nationalpark auf der anderen Flussseite gesehen, zu der man für einen Ringgit pro Person (ca. 0,25€) gebracht wird. Aber das war erst der Plan für den nächsten Tag und so haben wir den Abend auf einem Floating Restaurant verbracht.

Im Vorfeld haben wir gelesen, dass der ganze Park nur so wimmelt vor Mücken und Blutegel – wir waren am Ende sehr froh, dass wir nur sehr wenige Mücken und gar keine Blutegel gesehen haben! 🙂 Das Highlight des Parks, das auch auf ganz vielen Bildern im Internet zu sehen ist, der Canopy Walk hoch in den Bäumen, war zu der Zeit leider gesperrt. Im letzten Jahr ist ein Teil wohl durch einen Sturm beschädigt worden und der Weg soll erst wieder im November diesen Jahres eröffnet werden. Schade!
Unsere erste Tour durch den Jungle führte uns auf einen Aussichtspunkt nicht sehr weit vom Nationalparkeingang. Wir waren ohne Guide unterwegs, die Wege waren aber ganz gut ausgeschildert und wir haben eine ganz einfache schematische Karte bekommen, mit der wir uns gut orientieren konnten. Auf der Tour haben wir leider nur kleine Tiere gesehen, aber der Jungle selbst war wunderschön. Die verschiedenen Ebenen und Höhen waren schön zu sehen und wohin das Auge nur reichte war es grün.
Zum Glück haben wir auch nicht so viele andere Leute gesehen und nur wenige Gruppen, sodass wir das Gefühl aufsaugen konnten. Oben angekommen war der Himmel leider recht grau, die Aussicht war aber trotzdem schön.
Am zweiten Tag wollten wir noch einmal eine andere Route gehen, mussten aber recht schnell aufgeben, weil uns beiden etwas unwohl im Magen war und wir den Rest des Tages lieber im Hostel oder in dessen Nähe waren. Nach dem Tag war es aber zum Glück auch schon vorbei und wir haben uns am nächsten Tag auf den Weg in die Cameron Highlands gemacht, wo es die großen Teeplantagen gibt.
Auch hier konnte leider nicht alles gut laufen; nach dem Umsteigen hatte der neue Bus keine Klimaanlage… Bei über 30°C ist das alles andere als schön, alle im Bus haben sich gefühlt wie in einer Sauna. Aber nach knapp einer Stunde war die Rettung zum Glück da und wir konnten in einen anderen, klimatisierten Bus einsteigen und die restliche Fahrt genießen.



