Auf den Spuren der Crazy Rich Asians

Während wir in Russland waren, habe ich das Buch Crazy Rich Asians von Kevin Kwan gelesen und habe ich mich gefreut, wenn wir an Orten waren, die auch im Buch vorkamen. So waren wir genau wie die Charaktere in Hong Kong, in den Cameron Highland in Malaysia und auf ein paar Inseln in Malaysia und Indonesien, aber der Hauptort, Singapur, hat noch gefehlt.

Wie auch schon vorher hat uns der Zufall reingespielt, da wir uns im Vorfeld nicht erkundigt haben, wie lange wir maximal in Indonesien bleiben dürfen und erst bei der Einreise festgestellt haben, dass wir nur 30 Tage bleiben dürfen. So hatten wir zwischen unserer Ausreise aus Indonesien und unserem Treffen mit Marnie, die uns in Thailand besucht hat, noch rund 10 Tage zu überbrücken und wir waren unschlüssig, was wir unternehmen wollen. Singapur hatten wir vor unserer Reise nicht unbedingt auf der Liste, aber wir waren doch gespannt, wie die Stadt ist und ich war ganz aufgeregt noch einen Ort aus diesem lustigen Buch zu sehen. Die Flüge waren günstig und so fiel uns die Entscheidung leicht, ein paar Tage in der Metropole zu verbringen.

Schon bei der Ankunft waren wir überrascht, weil die Stadt sehr ordentlich aussah, aber nicht so super modern, wie ich sie mir vorgestellt habe. Nach Beschreibungen von Freunden und einigen Fotos, die ich von der Stadt kannte, habe ich mir Singapur eher wie eine Metropole der Zukunft vorgestellt, aber es gab super viele alte und charmante Häuser, während es deutlich weniger Hochhäuser als in den japanischen Großstädten gab und es sogar recht beschaulich herging auf den Straßen.

Wir hatten ein Hostel in der Nähe der Marina Bay, sodass wir fast nur zu Fuß unterwegs waren um die Stadt zu erkunden und sofort ist uns aufgefallen, dass es an jeder Ecke Essen gibt – so viele verschiedene Restaurants, Essensstände oder Märkte waren der Wahnsinn. Es gab Essen aus jeder Ecke der Welt, es sah überall lecker aus und alle Lokale waren gut gefüllt. So haben wir uns auch durchgefuttert und waren froh über die gebotene Abwechslung, nachdem wir 2 Monate fast nur Fried Rice oder Fried Noodles gegessen haben. 🙂 Besonders toll sind die Hawker Centres – Märkte bzw. Markthallen gefüllt mit Essensständen aus aller Welt, alles wird frisch zubereitet und alle Menschen treffen sich hier zum Essen.

Die Tage in Singapur haben wir einfach genutzt um durch die Stadt zu spazieren. Besonders toll war China Town und der Kolonial District mit den alten Kolonialbauten, die der Stadt ihren alten Charme verleihen. Dort sind wir oft durchgeschlendert, weil die Häuser uns das Gefühl gegeben haben durch einen gemütlichen kleinen Ort zu schlendern. Überall gab es tolle Läden und richtig schöne Restaurants und besonders schöne Murals. Es waren keine Graffitis, sondern richtige Gemälde, die wir überall sehen konnten und es hat Spaß gemacht, nach dem nächsten schönen Bild zu suchen.

Der ganze Bereich um die Gardens by the Bay darf natürlich auch nicht fehlen, wenn man in Singapur ist. Das große Hotel selbst, das Marina Bay Sands, war ehrlicherweise nicht ganz so cool wie man es von Bildern kennt, aber der dahinterliegende Park samt Supertree Grove war richtig schön angelegt. Über eine riesige Fläche wurden verschiedene Vegetationszonen nachgebildet und der Park ist sehr liebevoll angelegt und wird natürlich auch gut gepflegt. Das Highlight dort sind die riesigen Bäume, die aus dem Boden sprießen und von denen man eine ganz tolle Aussicht hat auf den umliegenden Park. Abends haben wir uns dort eine Lichtshow angeschaut, bei der ein Querschnitt asiatischer Musik gespielt wurde während die Bäume in verschiedenen Farben geleuchtet haben. Die anschließende Lichtshow am Marina Bay Sands, von der wir gehört haben, dass sie besser sein soll als die Show in Hong Kong, war allerdings eine Enttäuschung für uns: es wirkte so, als sollte sie auf Biegen und Brechen die beste Show sein indem so viel wie möglich passiert. Es gab Wasserfontänen, 3D-Projektionen, Musik, Lichter und Laser, aber das alles war leider nicht so schön aufeinander abgestimmt.

Zum Abschluss haben wir uns noch auf den Weg gemacht in den Botanischen Garten, der etwas außerhalb des Zentrum ist. Genau wie die Gardens by the Bay mussten wir auch hier keinen Eintritt zahlen und haben ein paar Stunden im Park verbracht und haben sogar ein paar Tiere gesehen, wie z.B. Otter, Warane und ganz viele kleine Echsen. Dass so viele große Tiere mitten in so einer großen Stadt wohnen, hätten wir vorher nicht gedacht.

Nachdem wir viel Zeit in der Natur verbracht haben in den letzten 2 Monaten, war die Zeit in Singapur eine gute Abwechslung und wir haben uns frisch gestärkt auf den Weg nach Bangkok gemacht.

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  1. Avatar von kofferkindajm kofferkindajm sagt:

    Sehr schöner Artikel über die Stadt der Superlative

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