Unsere letzten Tage in Australien waren angebrochen und wir haben sie in der Nähe des Ozeans verbracht. Wir haben unser Lager in Port Campbell aufgeschlagen und sind von da aus an der Küste entlang gefahren zu den verschiedenen Felsformationen, die über Jahrtausende vom Wasser geschliffen und verändert wurden.
Die bekannteste Formation sind natürlich die Twelve Apostles; die Bay of Islands, The Grotto, London Bridge oder Loch Ard Gorge sind aber ebenfalls sehr beeindruckend. Die Tage, die wir dort hatten, waren windig und verliehen dem Ozean noch mehr Kraft, sodass die pure Naturgewalt des Wassers überall zu spüren war. Überall konnte man das Donnern des Wassers hören, teilweise ist Gischt hochgeschwappt und die Luft roch überall so schön frisch nach Meer – es heißt also nicht umsonst the Great Ocean. Die Momente am Meer waren wunderschön, alles andere hat an Bedeutung verloren und obwohl das Tosen der Wellen und der Wind in den Ohren laut waren, wirkte es dennoch friedlich.






Nach den Tagen am Meer sind wir zurück in Richtung Melbourne gefahren, zum Great Otway Nationalpark und sind dort ein paar Wege durch den Jungle gegangen um uns verschiedene Wasserfälle anzugucken. Das Wasser hier war viel klarer als bei den Wasserfällen in Asien und es wäre bestimmt schön gewesen darin zu baden, aber anders als in Asien wurden die Wege gut instandgehalten und die Wasserfälle waren natürlich abgesperrt…



Ein letzter Stopp mit unserem Camper führte uns nach Torquay, einem bekannten Surfort. Natürlich sitzen dort auch alle bekannten Surfmarken wie Billabong, Rip Curl usw. und am Strand haben wir jeden Tag eine große Gruppe Surfer gesehen. Die erfahrenen Surfer hatten dabei ihren eigenen Strand mit den größeren Wellen und an einem anderen Strand gab es Kurse, Schulklassen waren dort und haben surfen gelernt und Eltern waren mit ihren Kindern dort. Das Wasser ist soweit im Süden aber noch sehr kalt gewesen, weshalb wir entschlossen haben, lieber in einer wärmeren Region surfen zu lernen. 🙂
Unsere letzten paar Tage haben wir in Melbourne verbracht, nachdem wir unser Auto abgegeben haben. Mit ein paar Insidertipps von Didi haben wir die Stadt erkundet, sind durch die Straßen des CBD und entlang des Yarra Rivers geschlendert. Zum Sonnenuntergang sind wir zum Eureka Skydeck hochgefahren um uns die Stadt von oben anzuschauen, aber leider wollte sich der Sonnenuntergang nicht ganz so farbenfroh zeigen, wie wir es gerne hätten. Wir waren natürlich am Queen Victoria Market (auch wenn wir uns mal wieder keine Andenken kaufen konnten), sind in den Docklands – dem coolen neuen Hafenwohngebiet – spazieren gegangen und waren im Botanic Garden. Die Tage, in denen wir dort waren, gab es viele Events, wie z.B. ein polnisches Street Food Festival, ein lateinamerikanisches Straßenfest und ein Asian Street Food Festival, viele Leute waren draußen und haben sich abends in den Bars getummelt. Die ganze Stadt wirkte trotz ihrer Größe und den vielen Hochhäusern richtig einladend. Der maritime Flair verleiht der Stadt dabei noch eine ganz besondere Atmosphäre.






Damit war unsere Zeit in Australien auch schon vorbei, es ist Wahnsinn, wie schnell diese 5 Wochen umgegangen sind. Auch wenn wir ordentlich Kilometer mit dem Auto hinter uns gebracht haben, hatten wir nie das Gefühl, dass wir nur im Auto sitzen und wir haben die Zeit hier wirklich sehr genossen.
Es ging für uns weiter nach Neuseeland in der Hoffnung unsere neuerlernte Angewohnheit, uns jeden Tag nach dem Aufstehen zunächst mit Sonnencreme einzusprühen, etwas zu lockern. 🙂 In der gesamten Zeit in Australien haben wir immerhin 4 Packungen Sonnencreme/-Spray gebraucht.