Pancakes und der Norden

Nach der großen Wanderung ging es für uns zurück an die Küste, die Mischung aus Bergen und Meer ist einfach jedes Mal wieder der Hammer. Eine unserer letzten Stationen auf der Rundreise durch die Südinsel war der Abel Tasman National Park.

Dort haben wir uns wieder ein paar Tage genommen um uns nach der Wanderung etwas zu erholen und die Ruhe zu genießen. Unser Campground war wieder direkt am Wasser gelegen und von dort aus konnten wir noch zur nördlichsten Spitze der Südinsel und ein paar wundervollen Stränden und Dünen fahren. Leider luden die Strände an der Nordküste nicht so sehr zum entspannen ein, weil es super windig war, aber die Wildheit der Natur war trotzdem wunderschön. Besonders beeindruckend waren die Te Waikoropupū Springs. Pro Sekunde sprudeln hier 14.000l Wasser aus der Quelle, welche zu den klarsten Binnengewässern gehört. An zwei größeren Stellen konnte man richtig gut sehen, wie das Wasser hochkommt und im Strom mitgerissen wird.

Wie es sich für einen guten Touri gehört, haben wir auch eine Kayak Tour gemacht, die uns von Marahau mit dem Kayak zur Anchorage Bay geführt hat und dann zu Fuß über den Coastal Track zurück nach Marahau. Der Anfang der Kayaktour war super schön, wir hatten schönes Wetter und vor Adele Island konnten wir viele Robben beobachten, die sich auf den Felsen gesonnt, miteinander gespielt haben und auch lustig zwischen den Kajaks hin und her geschwommen sind, sodass sie richtig nah zu uns kamen. Das letzte Stück allerdings, auch bekannt als Mad Mile, war der Horror – wir hatten starken Gegenwind und die Strömung und die Wellen kam uns auch entgegen, während wir eine Meile lang dagegen ankämpfen mussten um an unser Ziel zu kommen. Halb tot und mit schmerzenden Armen sind wir dann aber doch in der Anchorage Bay angekommen und ich habe mich gefragt, warum wir nicht einfach eine Strecke mit der Fähre fahren konnten… 😀 Der Rückweg war dann zumindest wieder bekanntes Terrain und wir konnten gemütlich zurückgehen, selbst 12km kamen mir nach der Kayakfahrt super entspannt vor. Dabei hatten wir mal wieder richtig Glück mit dem Wetter, da es für die Kayaktour schön sonnig und warm war, während es am Tag darauf wieder durchgehend geregnet hat. Wir haben uns dann also noch 1-2 Plätzchen im Abel Tasman angeschaut und sind dann ruhigen Gewissens ins Auto gestiegen und haben uns auf den Weg zur Westküste gemacht.

Unser letzter Stop im Camper waren die Pancake Rocks – eine Felsformation an der Küste, die tatsächlich aussieht wie große Stapel von Pancakes. Dort hatten wir auch die letzte gemeinsame Nacht mit Björn, zum Abschluss noch einmal wie es sich gehört in erster Reihe am Meer und mit schönem Wohnzimmer auf dem Campground, sodass wir den Regen aussitzen konnten.

Über den Arthur´s Pass ging es dann zurück in Richtung Christchurch um das Auto abzugeben. Am Arthur´s Pass haben wir uns noch einen schönen großen Wasserfall angeschaut und wollten noch eine Wanderung am nächsten Tag machen auf eine Hochebene um das letzte Mal die schöne Aussicht zu genießen, aber es hat leider mal wieder geregnet und auch wenn wir gut geschützt waren mit der Regenjacke, macht Wandern bei so einem Wetter keinen Spaß.

Wir sind also weiter gezogen und haben unsere Sachen auf einem Campingplatz in der Nähe von Christchurch gepackt. Der letzte Tag ist irgendwie immer der traurigste, weil wir uns schon so gut im Camper ausgebreitet hatten, alle Sachen hatten ihren Platz und es ist so bequem, wenn man im Auto immer alles dabei hat, was man braucht. Es fühlt sich dann immer ein wenig an, als würden wir unser Leben zusammenpacken um dann mal wieder aus dem Rucksack zu leben.

In Christchurch kamen wir uns ein wenig fehl am Platz vor nach so vielen Wochen in der Natur und nur kurzer Zeit in Städten – die dann natürlich auch noch deutlich kleiner waren als Christchurch. Das Wetter hat sowieso nicht richtig mitgespielt, es war windig und kalt (und mal wieder haben alle bestätigt, dass dieser Sommer der schlimmste seit langem war), sodass wir nur ein wenig durch die Stadt und den Botanischen Garten geschlendert sind.

Und so war unser zweiter Besuch in Neuseeland viel zu schnell vorbei! Auch wenn wir richtig Pech hatten mit dem Wetter, hatten wir Glück im Unglück und konnten unsere aktiven Tage immer gut in die Lücken mit dem guten Wetter legen, sodass wir fast alles erleben konnten in dem Monat in Neuseeland, was wir uns vorgenommen haben. Diese Flexibilität ist aber auch das beste am Reisen im Van, da man komplett unabhängig ist und spontan die Richtungen ändern kann.

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