Weihnachten nicht zu Hause bei der Familie zu verbringen war für uns nicht so schlimm, da es – gerade für mich – auch nicht das erste Weihnachten außerhalb von Deutschland war. Dadurch, dass wir dem Sommer hinterhergereist sind und die Weihnachtsdekoration in Neuseeland eher zurückhaltend war, waren wir überhaupt nicht in Weihnachtsstimmung und es hat sich angefühlt wie jeder andere Tag auch.
Dieses Jahr war es aber trotzdem außergewöhnlich: es ging für uns für eine Woche nach Fiji. Von Nadi auf der Hauptinsel ging es für uns auf eine kleine Insel im Norden, noch einmal 4 Stunden mit der Fähre. Abgeholt wurden wir mit einem kleinen Boot und sind im Paradies gelandet. Ein paar kleine Hütten am Strand, ein paar Hütten von Einheimischen rechts und links und ansonsten nichts! Es gab kein WLan, kein Strom; nur die Natur, Sonne und Meer. Mit den anderen Gästen haben wir ein paar tolle Abende mit Kartenspielen verbracht, waren gemeinsam mit Haien schnorcheln und haben auch ein paar Ausflüge auf die andere Seite der Insel gemacht. Dort gab es ein Resort und einen Laden, der uns mit Eis versorgt hat. 🙂 Genau das haben wir gebraucht, so lange zu reisen ohne im Meer baden zu können, das geht einfach nicht!



Leider hat uns das Pech mit dem Wetter aus Neuseeland verfolgt. Im Vorfeld hatten wir gelesen, dass im Januar die Sturmsaison beginnt, die starken Unwetter und Zyklone sollten aber erst im Februar und März kommen. Natürlich kam dann während unseres Aufenthalts ein Sturm, der nach 3 Tagen angekündigt wurde und die Fähverbindung nicht mehr bis zu unserer Abreise bestehen blieb. Wir mussten also 2 Nächte früher als geplant von der Insel runter und zurück nach Nadi, konnten aber weder von der Unterkunft noch vom Fährunternehmen unser Geld zurückbekommen, sodass wir einiges doppelt gezahlt haben. In Nadi haben wir den Sturm im Hotel ausgesessen, besonders in einer Nacht war es schlimm, also die Palmen fast auf den Boden gedrückt wurden und der Wind so sehr an unserem Bungalow gerüttelt hat, dass die Wände gewackelt haben. Am ersten Abend gab es auch gleich Stromausfall und in unserem Hotel ist der Strom ausgefallen und ist auch nicht wiederhergestellt worden bis zu unserem Abflug. Zumindest hatten wir Glück und unser Flug wurde nicht gecancelled – das ist nämlich vielen anderen passiert, die vor uns fliegen wollten.
Alles in allem war Fiji leider nicht ganz das kleine sonnige Paradies, das wir uns erhofft hatten, aber auf der bisherigen Reise hatten wir so viel Glück mit dem Wetter, unseren Buchungen und generell mit allem, dass es wohl einfach auch mal so kommen musste.
Zu Silvester sind wir zurück nach Sydney geflogen und für einen Augenblick hatten wir Angst, weil wir gehört haben, dass das große Feuerwerk aufgrund der Buschbrände gestrichen ist, aber das war zum Glück eine Fehlinfo. Angekommen in Sydney waren die Auswirkungen der anhaltenden Brände aber deutlich in der Stadt zu sehen: als wir gelandet sind, war die ganze Stadt in grau-orangen Rauch gehüllt. In den Tagen, die wir dort verbracht haben, ging es allerdings, die Luft war einigermaßen frei und wir konnten noch einmal durch die Straßen schlendern und auch das Feuerwerk genießen. Dazu sind wir am Nachmittag schon in die Nähe der Oper gegangen und sind in den Park von Mrs. Maquaries Point gegangen. Tagsüber war es dort super sonnig und warm, dass wir uns im Schatten versteckt haben, während es zum Abend immer windiger und kühler wurde, weshalb viele schon vor dem Feuerwerk um Mitternacht gegangen sind. Leider war die Aussicht auf das Feuerwerk durch die Bäume bedeckt und wir haben das Feuerwerk, das entlang des gesamten Hafens gefeuert wurde, ganz analog genossen.
Die restliche Zeit haben wir damit verbracht unsere Wäsche durchzuwaschen, die nächsten Steps in Patagonien zu organisieren usw. Es war also eine gute Auszeit um unsere Pläne auf Vordermann zu bringen.